Am 20. September 2026 finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) statt.
Wählen heißt mitgestalten
Mit eurer Wahl entscheidet ihr aktiv über die politische Ausrichtung und damit auch über eure eigene Zukunft sowie die Zukunft von Familien, alleinerziehenden Müttern, nichtbinären Eltern und Kindern. Gerade bei Themen wie Sicherheit im öffentlichen und privaten Raum, sozialer Gerechtigkeit, dem Zugang zum Arbeitsmarkt und einem Leben ohne Sexismus sind eure Stimmen besonders wichtig. Eure Stimmen können dazu beitragen, dass diese Perspektiven in der Politik gehört und berücksichtigt werden.
Damit ihr euch schnell einen Überblick über die Positionen der antretenden Parteien und Kandidat_innen verschaffen könnt, stellen wir euch verschiedene hilfreiche Tools vor: Mit dem Wahl-O-Mat, dem Kandidierendencheck, dem Party-Check und dem Real-O-Mat könnt ihr unkompliziert herausfinden, wofür die Parteien stehen und welche Kandidat_innen in eurem Bezirk bzw. Kiez eure politischen Anliegen am stärksten vertreten.
Online-Wahlhilfen
Im Klapptext haben wir die Tools zusammengestellt und verlinkt:
Der Wahl-O-Mat ist eine der ersten digitalen Wahlhilfen. Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde das Tool seit 2002 rund 160 Millionen Mal genutzt.
Wie funktioniert der Wahl-O-Mat:
38 Thesen werden mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet. Thesen, die man selbst als besonders wichtig erachtet, können doppelt gewichtet werden.
Beim Kandidierenden-Check von Abgeordnetenwatch liegt der Fokus auf den Direktkandidat_innen, die mit der Erststimme gewählt werden, nicht auf den Parteien, die mit der Zweitstimme gewählt werden.
Wie funktioniert der kandidierendencheck:
19 Thesen werden mit „lehne ab“, „neutral“ oder „stimme zu“ beantwortet. Anschließend wird der eigene Wahlkreis per Postleitzahl ausgewählt. Das Tool zeigt, wie stark die eigenen Positionen mit denen der dort antretenden Kandidat_innen übereinstimmen. Auch einzelne Positionen lassen sich vergleichen. Nutzer_innen können außerdem Fragen an die Kandidierenden stellen und bereits beantwortete Fragen einsehen.
Der Party-Check versteht sich als „wissenschaftliche Alternative zum Wahl-O-Mat“. Der entscheidende Unterschied: Während die Parteien beim Wahl-O-Mat ihre eigenen Positionen angeben, werden sie beim Party-Check von unabhängigen Politikexpert_innen eingeordnet.
Wie funktioniert der Party-Check:
Dieses Tool stellt 18 Fragen zu verschiedenen Themenbereichen. Nutzer_innen können sich auf einer Skala von 1 bis 20 positionieren – von vollständiger Zustimmung bis vollständiger Ablehnung. Am Ende zeigt das Tool die prozentuale Übereinstimmung mit den Parteien an. Zusätzlich wird die eigene Position im Vergleich zu den Parteien auf dem Links-Rechts-Spektrum eingeordnet. Die Ergebnisse können nach Themenbereichen aufgeschlüsselt werden. Hier werden jedoch nur die aktuell im Landtag sitzenden Parteien berücksichtigt.
Statt dich zu fragen, was du theoretisch von bestimmten politischen Forderungen hältst, zeigt dir der Real-O-Mat, wie Parteien tatsächlich abgestimmt bzw. gehandelt haben. Grundlage sind dabei reale politische Entscheidungen und Abstimmungen aus Parlamenten.
Wie funktioniert der Real-O-Mat:
Im Real-O-Mat kannst du dich zu 15 politischen Forderungen der letzten Legislaturperiode positionieren und im Anschluss erfahren, welche Fraktion bei entsprechenden Anträgen und Gesetzesentwürfen deckungsgleich abgestimmt hat. Themen sind etwa der Mietendeckel, das Informationsfreiheitsgesetz oder die Ausweitung von Polizeibefugnissen.
Deine Wahl bestimmt deine Realität!
Das Netzwerk „Frauen in Neukölln“ hat wichtige Aspekte für eine gute Politik für Frauen und TIN-Personen zusammengetragen und erläutert, was Politik leisten sollte, um ihre Lebensrealitäten zu stärken und sie gerecht zu repräsentieren.: https://frauen-in-neukoelln.de/deine-wahl-berlin-2026/
Schon vor dem Wahlsonntag wählen
Da ihr als Einelternfamilien im Alltag besonders zeitlich eingebunden seid, möchten wir euch eine unkomplizierte Möglichkeit zur vorzeitigen Stimmabgabe vorstellen. So könnt ihr lange Wartezeiten am Wahlsonntag vermeiden und eure Stimme bereits vorab direkt im Wahlbüro des Rathaus Neukölln abgeben, ganz ohne den Umweg über die Briefwahl. Wahlberechtigte Neuköllnerinnen und Neuköllner können ihre Stimme in der Briefwahlstelle im Bezirksamt abgeben. Dafür benötigt ihr lediglich euren Personalausweis oder einen anderen amtlichen Lichtbildausweis.
Die Briefwahlstelle befindet sich im Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, 12043 Berlin, Raum A104 (Cigli-Zimmer), Altbau, 1. OG. Dort könnt ihr eure Stimme noch bis einschließlich Freitag, den 18. September 2026, abgeben.
Das Briefwahlstelle im Rathaus Neukölln hat von Montag bis Freitag in der Zeit geöffnet:
Montag: 09:00 – 15:00 Uhr
Dienstag: 10:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 – 13:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 – 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 – 13:00 Uhr
Vor Ort kann auch der Antrag auf Briefwahl gestellt werden, dieser muss bis zum 18. September 2026, 15.00 Uhr, vor Ort, gestellt werden. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen bis zum Sonntag, den 20. September 2026, 18.00 Uhr, beim Bezirkswahlamt Neukölln (Rathaus Neukölln) eingegangen sein.
Weitere Informationen zur Briefwahl und zur Wahl vor Ort im Rathaus Neukölln finden Sie hier: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-buergerdienste/wahlamt/artikel.1350704.php






